Frisch eingeschnittenes Holz enthält je nach Holzart zwischen 30 und über 100 % Holzfeuchte und muss vor der Verwendung getrocknet werden. Man unterscheidet natürliche Lufttrocknung im Freien, die Monate bis Jahre dauert, von technischer Kammertrocknung, die in wenigen Wochen abgeschlossen ist. Bei der Kammertrocknung werden Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Luftzirkulation gezielt gesteuert, um Trocknungsschäden wie Risse oder Verwindung zu vermeiden. Für Konstruktionsholz im Holzbau sind Zielfeuchten von 12–18 % üblich, für Innenausbauelemente 8–12 %. Zu feuchtes Holz schwindet nach dem Einbau und kann Konstruktionsfehler verursachen. Die Holzfeuchte wird mit elektronischen Widerstandsmessgeräten kontrolliert.