Die forstliche Umtriebszeit ist ein zentrales Planungsinstrument der nachhaltigen Forstwirtschaft. Sie legt fest, nach wie vielen Jahren ein Bestand hiebsreif ist und geerntet werden soll. Fichte und Kiefer weisen typische Umtriebszeiten von 80–120 Jahren auf, Eiche kann bis zu 200 Jahre und mehr betragen. Die Wahl der Umtriebszeit beeinflusst Holzqualität, Sortimentsstruktur und Ökosystemleistungen. Kurze Umtriebe liefern Faserholz und Biomasse, lange Umtriebe starkes Wertholz für Sägewerke und Furnierherstellung. Klimawandel und Marktentwicklungen führen zu Anpassungen klassischer Umtriebszeiten. Die Umtriebszeit ist eng mit dem forstlichen Nachhaltigkeitsprinzip verknüpft.
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Forstliche Umtriebszeit
Zeitspanne zwischen Bestandesbegründung und Endnutzung eines Waldbestandes, die je nach Baumart und Bewirtschaftungsziel variiert.