Das Umweltbundesamt bewertet Kiefernholz beim Innenausbau nach pauschalen TVOC-Summenwerten, die nach aktuellem Forschungsstand als Gesundheitsmaßstab wissenschaftlich nicht geeignet sind. Dies blockiert einen der regional verfügbarsten und klimafreundlichsten Baustoffe Brandenburgs unnötig vom Markt.
Untersuchungen des Fraunhofer Wilhelm-Klauditz-Instituts (Fraunhofer WKI) zeigen, dass die für Kiefernholz typischen Terpene nach wissenschaftlichen Erkenntnissen anders zu bewerten sind als die pauschalen Summenwerte suggerieren. Die Holzindustrie hat diese Forschungsdaten bereits vorgelegt und fordert eine Neubewertung der geltenden Innenraum-Richtlinien.
Für Planer und Bauunternehmen bedeutet die aktuelle Regelung eine unnötige Beschränkung bei der Materialwahl, obwohl Kiefernholz CO₂-bindend wirkt und regionale Lieferketten stärkt. Eine wissenschaftlich fundierte Überprüfung durch das Umweltbundesamt könnte dieses Potenzial erschließen.
