Der Hauptverband der Deutschen Holzindustrie und Kunststoffe verarbeitenden Industrie (HDH) bewertet das Reformpaket der Bundesregierung mit gemischten Gefühlen. Während der Bürokratieabbau in die richtige Richtung geht, bleibt die Koalition bei der steuerlichen Belastung des Mittelstands und der Stärkung der industriellen Wettbewerbsfähigkeit deutlich hinter den Anforderungen zurück.

Für die Holz- und Kunststoffindustrie stellt sich damit eine zentrale Frage: Wie kann der Mittelstand konkurrenzfähig bleiben, wenn administrative Lasten sinken, aber die Steuerlast gleichzeitig hoch bleibt? Der HDH signalisiert damit, dass Papierkram-Abbau allein nicht ausreicht, um die strukturellen Probleme der Branche zu lösen.

Branchenunternehmen hatten auf umfassendere Entlastungsmaßnahmen gehofft, insbesondere auf steuerliche Anreize für Investitionen in Modernisierung und Wettbewerbsfähigkeit. Das Reformpaket adressiert diese Kernforderung offenbar nicht ausreichend – ein Signal, das die kommenden Branchendebatten prägen wird.